Route C:

Die Stationen des Gartenkulturpfades Berlin...
Humboldthain-Route
 
  C1  
Evangelisches Geriatriezentrum Berlin (EGZB)
Das ehemalige Kinderkrankenhaus des Virchow-Klinikums ist heute eine Spezialeinrichtung für die Pflege schwerstkranker, multimorbider älterer Patienten. Die Geriatrische Klinik umfasst 132 Betten. Weiterhin gibt eine Tagesklinik, ein Pflegewohnheim und eine Akademie für die Fortbildung der EGZB. Das Klinikgelände besteht aus altem und aber auch modernen Baubestand. Der Gestaltung der Gartenflächen sind natürlich enge räumliche Grenzen gesetzt und dennoch ist für jede Klinik ein angenehmes, natürliches Umfeld von großer Wichtigkeit.
Weitere Infos: www.egzb.de
 
 
  C2    Panke-Grünzug
Der Gartenkulturpfad Berlin-Mitte überquert hier den etwa 8 km langen Panke-Grünzug. Normaler Weise wird die Panke nur als kleines unscheinbares Rinnsal wahrgenommen. Da dieser kleine 27 km lange Fluss die Grundmoränenfläche des Barnims zum Berlin-Warschauer-Urstromtal hin entwässert, können hier bei Starkregenereignissen erhebliche Wassermengen durch die Panke fließen. Deshalb hat man den Grünzug an mehreren Stellen so gestaltet, dass es Möglichkeiten der gefahrlosen Wasserrückhaltung gibt.
Weitere Infos: www.panke.info
 
 
  C3  
Brunnenplatz
Auf dem Brunnenplatz steht einerseits die große, zentral angeordnete Brunnenanlage (Æ13 Meter, Fontänenhöhe 8 m) und das dahinter gelegene, im spätgotischen Stil gebaute Amtsgericht Wedding im Mittelpunkt des Interesses. Den Namen dürfte der Platz jedoch durch den nahe gelegene Gesundbrunnen bekommen haben. Die gärtnerische Gestaltung des Platzes ist streng geometrisch und formal. Die Erstanlage erfolgte 1905-1908. Zur 750-Jahr-Feier Berlins wurde der Platz neu gestaltet. In den Wegen kann man die Wappen der Weddinger Partnerstädte aus Mosaikpflastersteinen betrachten.
 
 
  C4  
Blochplatz
Es gehört zum Konzept des Gartenkulturpfades Berlin-Mitte auch kleinere, unspektakuläre Plätze und Grünanlagen in die Routen mit aufzunehmen. Der Blochplatz gehört sicherlich in diese Kategorie, denn das eigentlich spektakuläre befindet sich heute unter der kleinen Grünanlage: Ein großer Tiefbunker. Aus Gärtnerischer Sicht war diese Fläche einmal etwas ganz besonderes. Hier wurde nämlich in der Zeit von 1875 bis 1910 von der städtischen Gärtnerei Pflanzenmaterial für die Städtischen Schulen angezogen. Es war also deutschlandweit einer der ersten zentralen Liefergärten für Schulen.
Seinen Namen hat der Platz von dem Arzt und Naturforscher Markus Elieser Bloch (*1723 bis 1799).
 
 
  C5  
Gartenstadt Atlantic
Die Wohnanlage Gartenstadt Atlantic, am Bahnhof Gesundbrunnen gelegen, besteht aus 50 Häusern aus den 1920er Jahren. Die Gartenstadt wurde 1939 von der jüdischen Familie Wolfssohn gekauft, von den Nazis arisiert und 1962 aber den Eigentümern zurückgegeben. Die heute behutsam modernisierte und attraktiv gelegene Wohnanlage knüpft an die Idee der sozial uns kulturell motivierte Reformbewegung „Garden City“ von Ebenezer Howard aus dem frühen 20.Jahrhundert an. Aus dem Blickwinkel der Gartenkultur geht es hier um die Frage der grünen Freiflächengestaltung in Wohnanlagen auf kleinem Raum.
 
 
  C6  
Volkspark Humboldthain (bis Bunker)
Der Volkspark Humboldthain ist in jeder Hinsicht ein ganz besonderes Dokument der Gartenkultur Berlins. Als zweiter großer Volkspark Berlins wurde er vom damaligen Städtischen Gartenbaudirektor Berlins, Gustav Meyer, am 14.9.1869 dem 100. Geburtstag Alexander von Humboldts eröffnet. Geplant als Park für Erholung, Ruhe, Spiel und Sport…aber auch der naturkundlichen Bildung. Das war natürlich ganz im Sinne A. v. Humboldts! Dann folgte die unsägliche Zeit des Nationalsozialismus, der Bunkerbau mitten im Volkspark und schließlich die völlige Vernichtung des Parks gegen Ende des zweiten Weltkrieges.
Heute erleben wir eine 29 ha große Parkanlage, die Zeugnis der bewegten Geschichte der letzten 150 Jahre abgibt. Der Bunker ließ sich nicht völlig sprengen und wurde deshalb in die neue Parkgestaltung mit einbezogen. Eine 85 Meter hohe Aussichtsplattform ist dadurch entstanden, die einen wunderbaren Blick über den nördlichen Teil Berlins zulässt.