Route D:

Die Stationen des Gartenkulturpfades Berlin...
Weinberg-Route

  D1  
Volkspark Humboldthain (Rosengarten)
Ein besonderes gärtnerisches Juwel des Volksparks Humboldthains ist der Rosengarten im nördlichen Teil des Parks. Eine klassische und trotz aller Widrigkeiten immer noch gut gepflegte Anlage lädt zum Genießen der Rosen mit allen Sinnen an. Dieser Teil des Volksparks ist immer noch das bezirkliche Vorzeigeelement im öffentlichen Grünbereich. Natürlich gibt es jetzt im Bereich der neuen Gärten im Regierungsviertel einige Konkurrenz, aber den Rosengarten mit der Bronze-Statue „Jagende Nymphe“ (Walther Schott) sollte man schon mal besucht haben.
 
 
  D2  
Spielstraße Swinemünder Str.
Nach dem Mauerbau 1961 begann man im Westteil der Stadt mit den Überlegungen für großflächige Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Wohnquartiere. Das größte zusammenhängende Sanierungsgebiet war das Areal beiderseits der Brunnenstraße. Die Bausubstanz war teilweise sehr schlecht, es gab eine hohe Blockdichte, kleine Wohnungsschnitte und schlechte sanitäre Verhältnisse. Die Sanierung am Gesundbrunnen wurde nicht im Kahlschlag, sondern behutsam durchgeführt. Erhaltenswerte Gebäude wurden von Grund auf modernisiert. Durch eine Entkernung vieler Blöcke entstanden zahlreiche neue grüne lichtdurchflutete Innenhöfe.
Ein weiteres Element der Stadtplaner war die teilweise Herausnahme der Swinemünder Straße aus dem Verkehrsnetz. Die umliegenden Straßen wurden dadurch weitgehend zu Sackgassen und auf der verkehrsberuhigten Swinemünder entstand ein Parkstreifen.
 
 
  D3  
Vineta-Platz
Die Entstehung des gärtnerisch gestalteten Platzes ist ebenfalls ein Ergebnis der ab 1961 durchgeführten großflächigen Sanierung des Weddinger Viertels rund um die Brunnenstraße. Die umliegenden Straßen erhalten dadurch eine deutliche Verkehrsberuhigung. Der Park ist nun heute durch die dichte Baumbepflanzung stark zugewachsen und wirkt etwas düster und unüberschaubar. Einige kleine Brunnenanlagen lockern den Eindruck etwas auf. In einem Backsteinbrunnen speit ein Nilpferdkopf das Wasser aus seinem Maul.
Inmitten der Parkanlage liegt ein Pavillion in dem der Bezirksverband Wedding der Kleingärtner e.V. seine Geschäftsstelle unterhält.
 
 
  D4  
Arkonaplatz
Der deutlich in zwei Teilbereiche gegliederte kleine Platz inmitten eines alten, schon zu DDR-Zeiten modernisierten Wohngebietes gliedert sich deutlich in zwei Teilbereiche. Seit 1975 trägt der Platz den Namen der nördlichen Spitze der Insel Rügen. Zunächst mit zwei floristischen Schmuckanlagen konzipiert wurde er dann 1918 in der einen Hälfte in einen Kinderspielbereich umgewandelt. Während des zweiten Weltkrieges wurde auch auf diesem Platz ein Hochbunker errichtet. In den 1950 Jahren gesprengt und abgetragen begannen dann die Rekonstruktionsarbeiten des Platzes. Ein besonderes Schmuckstück ist die historische Wasserpumpe aus dem 19. Jahrhundert. Sie steht sehr zentral in der Mitte des Platzes.
 
 
  D5  
Volkspark am Weinberg
Wenn man einen Rundweg durch den Berliner Innenstadtbezirk Mitte plant, so bleibt es nicht aus, dass es auch gewisse gärtnerische Durststrecken zu überbrücken gilt. In der stürmischen Entwicklung des Stadtgebietes während der Phase der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhundert wurden in diesem Ring um das alte historische Berlin herum vor allem Wohngebäude errichtet. Gleichzeitig gab es das Konzept der Volksparke. Der Volkspark am Weinbergsweg ist ein kleiner Park aus dieser Zeit. Deutlich wahrnehmbar ist hier der Höhenunterschied vom der Spreeniederung hin zur Grundmoränenplatte des Barnim.