Route E:

Die Stationen des Gartenkulturpfades Berlin...
Unter den Linden-Route

  E1  
Rosenthaler Platz
Der Rosenthaler Platz kann hier getrost als das Gegenbeispiel eines grün gestalteten Platzes angeführt werden. Erstens ist es eigentlich kein Platz sondern schlicht eine unwirtliche, viel befahrene Kreuzung nördlich des Berliner Zentrums. Außerdem fehlen hier sowohl Bäume als auch andere Grünelemente wie Hochbeete, Büsche oder etwas Ähnliches. Zum Glück ist das für die Berliner Innenstadt eher eine Ausnahme.
 
 
  E2  
Monbijoupark
Der Name des Parks „monbijou“ = „mein Schmuckstück“ geht auf die Ehefrau Friedrich Wilhelm I, Kronprinzessin Sophie Dorothea, zurück. Damals entstand hier ein Schlösschen mit Barockgarten. Davon ist heute nichts mehr erhalten geblieben. Mehrfache Neugestaltungen führten nun schließlich zu der heutigen Form. Der Park wird gerade nach historischem Vorbild für 3 Millionen Euro neu gestaltet (Fertigstellung Juli 2007) und stellt ein Verbindungselement von der touristisch stark frequentierten Oranienburger Str. zum Spreeufer und zur Museumsinsel dar.
 
 
  E3  
DomAquaree
Kunst und Grüne Gestaltungselemente in ein großes Geschäfts- und Hotelgebäude zu integrieren gehört zum Konzept des Investors (DIFA) der das Bauprojekt mit ca. 38.000 m² Nutzfläche im Jahr 2004 fertig gestellt hat. Ein Bauwerk dieser Dimension lässt ja meist für Grünflächen kaum Platz. Dennoch kann man einige kleine grüne Mosaiksteine entdecken. Die Baumreihen in der überdachten Passage, grüne Inseln im Atrium des Bürogebäudes und einen Garten im ersten Stock für die Mieter der anliegenden Wohnungen.
Weitere Infos: www.p2objektgruen.de
 
 
  E4  
Neptunbrunnen
Es ist eine der größten bildkünstlerischen Brunnenanlagen der Welt und dennoch wirkt der Neptunbrunnen fast zierlich, denn die zentrale Parkanlage zwischen dem Alexanderplatz und der Spree, zwischen Rotem Rathaus und Marienkirche ist sehr groß und offen angelegt. Westlich vom Fernsehturm sprudelt zunächst über mehrere Terrassen hinweg eine große Brunnenanlage. Schmuckbeete mit Rosen und flachen Sträuchern gehen dann in das Rondell über in dem der antike Meeresgott Neptun den Dreizack als Zeichen seine Macht empor streckt. Vier dekorative weibliche Figuren, stellvertretend für den Rhein, die Elbe, die Oder und die Weichsel, sitzen auf dem Rand der runden, roten Granitschale (Æ18 Meter). Der Entwurf des Brunnens stammt von Reinhold Begas aus dem Jahr 1891.
 
 
  E5  
Marx-Engels-Forum
Berlins einzige rote Grünanlage: Überlebensgroß dominieren die in Bronze gegossenen geistigen Urväter des wissenschaftlichen Kommunismus, Karl Marx und Friedrich Engels das offene Rund der Parkanlage. Eingeweiht wurde das Monument am 4.April 1986. Hinter den beiden Politphilosophen steht eine Menschengruppe als Reliefwand von Werner Stötzer aus bulgarischem Marmor. Ergänzt wird dieses Ensemble durch Stahlstehlen mit eingravierten Fotodokumenten aus der Geschichte der Arbeiterbewegung.
 
 
  E6  
Schlossplatz: Projekt Labyrinth o.ä.
Nicht nur der Abriss des Palastes der Republik war jahrelang das städteplanerische Streitthema schlechthin, auch die zukünftige Gestaltung bzw. Zwischennutzung des Schlossplatzes unterliegt ständig wechselnden Gegebenheiten. Im Moment kann man nur eines sicher sagen: Es wird hier noch lange eine Baustelle zu beobachten sein. Danach gibt es dann bestimmt eine schlichte Grünflächengestaltung, als Zwischenlösung bis zur endgültigen Entscheidung über den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses.
 
 
  E7  
Lustgarten
Man könnte sicherlich ein ganzes Buch über diesen ältesten Berliner Gartenstandort und seine vielfältigen Wandlungen schreiben. Schon im 15. Jahrhundert gab es hier einen zentral gelegenen Garten auf dem Cöllnischen Werder, der historische Keimzelle Berlins. Heute sprechen wir von der Museumsinsel auf der der Lustgarten liegt. Umrahmt wird der Lustgarten heute vom Alten Museum, dem Zeughaus und dem Berliner Dom. Die aktuelle Neugestaltung der 22.000 m² großen Gartenfläche erfolgte nach jahrelangen Diskussionen und zwei Wettbewerben nach einem Entwurf des Ateliers Loidl im Jahre 1999 und kostete 3,5 Millionen Euro.
 
 
  E8  
Gärten im Auswärtigen Amt
In das neu erbaute Ministerium des Auswärtigen Amtes sind vier begrünte Höfe integriert. Davon ist der Lichthof zum Werderschen Markt öffentlich zugänglich. Entsprechend der Blütezeit sind diese begrünten Höfe in einen Frühlings-, einen Sommer- und einen Wintergarten gegliedert. Die Gartenfläche beträgt ca. 12.000 m² und wurde 1996 bis 1999 errichtet. Der Wintergarten besitzt Gewächshaus-Charakter mit nahezu konstanten Temperaturen, so dass hier auch mediterrane Gewächse gehalten werden können. 
 
 
  E9   Bebelplatz/Prinzessinnengarten
Die beiden Plätze neben der Staatsoper könnten kaum kontrastreicher sein. Der rechteckige, gepflasterte Bebelplatz erinnert mit seinem in der Platzmitte eingelassenen Denkmal „versunkene Bibliothek“ an die düstere, kultur- und menschenverachtende Nazizeit. Hier brannten am 10. Mai 1933 zehntausende Bücher von demokratischen Schriftstellern und Intellektuellen.
Im Gegensatz dazu auf der anderen Seite ein eher leicht und fröhlich gestalteter grüner Salon zwischen Staatsoper und Prinzessinnenpalais. Unter Eibeziehung des schönen alten Baumbestandes wurde im Jahr 2002 eine Neuanlage der Gartenanlage fertig gestellt.
 
 
  E10  
Straße "Unter den Linden"
Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm ließ diesen Reitweg zwischen dem Stadtschloss und dem Tiergarten 1647 mit einer sechsreihigen Allee aus Walnussbäumen und Linden bepflanzen. Später kamen Kastanien, Ebereschen und Ahornbäume hinzu. Durch den Baumeister Karl Friedrich Schinkel wurde dann diese Straße zur Prachtstraße „Unter den Linden“ ausgebaut und die vierreihige Bepflanzung mit Silberlinden (Tilia tomentosa) angelegt. Seitdem gilt diese Allee als die bekannteste Berliner Prachtstraße, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.
 
 
  E11  
Pariser Platz/Brandenburger Tor
Während der Zeit der Berliner Mauer (1961 bis 1989) war es ein unzugänglicher schmuckloser Ort mitten in dem Todesstreifen der DDR Grenzsoldaten. Die Mauer stand einige Dutzend Meter westlich des Brandenburger Tors. Nach der Wende begann man dann mit der Rekonstruktion des Platzes und der umliegenden Bebauung. Heute ist der 1880 vom Stadtgartendirektor Hermann Mächtig entworfene Platz als Gartendenkmal ausgewiesen. Der Pariser Platz ist ein städtebauliches und gärtnerisches Juwel an einem der markantesten und schönsten Plätze Berlins.